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111 ! Die älteste Wehr der Wiedingharde feiert Geburtstag

Zu ihrem diesjährigen Jubiläum wollte die Freiwillige Feuerwehr Emmelsbüll so richtig die Korken knallen lassen und hatte dazu zum Festwochenende am 30.06. + 01.07.2018 eingeladen.

„Menschen-Kicker-Tisch“
„Menschen-Kicker-Tisch“

Und die Feierwilligen konnten sich wirklich nicht be­schwe­ren, denn es wurden zwei herr­liche Sommer­tage mit Spiel, Spaß, Spannung und einem ab­wechs­lungs­rei­chen Programm, das für jeden etwas bot. Aber nun der Reihe nach. Traditionell stellten sich am Samstagvormittag die teil­neh­men­den Wehren den Wett­kampf­ideen der Gast­geber. Das Areal dazu befand sich gegenüber des Emmelsbüller Feuerwehrhauses, jenseits der Dorfstraße in einer Senke und bot ausreichend Platz für die Wettkampfstationen, eine Trinkoase, ein vom TSV betreutes Kinderspieleparadies sowie Parkmöglichkeiten.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich 5 Wehren ein, um sich in Kameradschaft zu messen. Alles ließ sich oberflächlich entspannt an, aber eine gewisse Aufregung war doch spürbar.

Die zum Wettkampf angetretenen Wehren
Die zum Wettkampf
angetretenen Wehren

Nach einer kurzen Ansprache von Wehrführer Lars Jensen wurden die Aufgaben verteilt und los ging's.

Zwischen den 5, im Halbkreis angeordneten Stationen, wa­ren die We­ge zum Glück recht kurz, was den Wett­käm­pfern sowie dem Pub­li­kum bei der rasch zu­neh­men­den Hitze nicht ungelegen kam. Wartezeiten entstanden auch nur dann, wenn die Messenden nach Absolvierung einer Aufgabe verdient eine kleine Verschnaufpause einlegten. Beliebt waren in diesem Fall alle Spiele, die mit Wasser zu tun hatten. Neben Geschicklichkeit wurden besonders Schnelligkeit und Kraft gefordert. Der obligatorische Schnellangriff und der Schlauch­ziel­wurf wur­den er­gänzt durch einen Parcours mit Ringen, die eine Einsatzkraft auf einer Schleifkorbtrage, getragen von 6 Kameraden, mit einem Stock aufgabeln musste. Natürlich auf Zeit. Ebenso wie das Anlegen einer kompletten Atem­schutz­aus­rüstung.

Ob der heile ankommt?
Ob der heile ankommt?

Am spektakulärsten erschien jedoch die Station, an der ein 1000 l-Tank auf Palette als „Boot“ über einen kleinen See gezogen werden musste und die KameradInnen schnell von einem Ufer zum anderen gelangen sollten. Diese Über­fahrt wur­de zunehmend zu einer Wildwassertour mit zum Teil wagemutigen Einlagen. Zum Glück kam bei keinem Spiel jemand ernsthaft zu Schaden.

Zum Abschluss der einzelnen Anstrengungen hatte sich der Emmelsbüller Festausschuss noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Die Schwamm-Schlacht.

Schwammschlacht
Schwammschlacht

Ähnlich wie beim Völkerball, traten nicht nur die Wehren, sondern auch der TSV gegeneinander an. In 3 Blök­ken zu je zwei Gruppen wur­den zeitgleich trie­fend­nas­se Schwämme in die Luft ka­ta­pul­tiert und mussten nach Re­geln ge­fang­en wer­den. Die Punktvergabe floss in die Wett­kampf­wer­tung mit ein, erschien bei der Gaudi aber eher zweitrangig, denn kaum einer kam trocken davon. Und so blieb natürlich auch die Wasserschlacht nach Beendigung der Wettkämpfe nicht aus. Ebenso wie die Nutzung des Containers für den Schnellangriff als Pool.

Kuchen und belegte Brötchen vom Sozialverband der Wiedingharde-West
Kuchen und belegte Brötchen
vom Sozialverband der
Wiedingharde-West

Nach diesem Ner­ven­auf­rei­ben­den und kräftezehrenden Vormittag gab es dann ein Mittagessen (von der Fa. Knutzen). Im Anschluss daran hatte der SoVD noch eine tolle Kuchenauswahl und belegte Brötchen im Angebot. Zur mu­si­kalischen Unterhaltung tru­gen einerseits die Blauen Jungs bei, an­de­rer­seits spran­gen kurzfristig die „Joyful Voices“ für die am Sonnabend ausgefallenen „Stedesander Seevagabunden“ ein. So konnte ein wenig Ruhe einkehren, bevor es am Abend mit der Siegerehrung weiterging.

Wer dem ganzen Feuerwehrgeschehen nicht so recht etwas abgewinnen konnte, dem bot sich an beiden Tagen die Gelegenheit, über einen kleinen Flohmarkt zu schlendern. Dort harrten die Standbetreiber in der brütenden Hitze geduldig aus und zauberten mit ihren vielfältigen Angeboten eine hübsche, fast jahrmarktähnliche Atmosphäre.

Als es zum Abend hin wieder etwas kühler wurde, hieß es Antreten zur Siegerehrung.

Antreten zur Siegerehrung
Antreten zur Siegerehrung

Und wieder fand Wehrführer Lars Jensen die richtigen Worte und leitete souverän, was alle schon mit Spannung er­war­te­ten. Al­ler­dings mus­sten sich Teilnehmer und Publikum zuvor noch ein wenig in Geduld üben. Denn, wie bei derartigen Anlässen üblich, ergriff auch der Bür­ger­meister Walter Sieger das Wort. Ebenso die zweite Bürgermeisterin Katharina Vogel, die zu­sam­men mit Juliane Momsen und Sabrina Holm eine selbstverfasste „Ode an die Feuerwehr“ vortrug.

Und dann endlich schritt man zum Ergebnis der Wettkämpfe. Hier sei noch einmal ausdrücklich betont, dass der Leistung jeder/s Einzelnen höchste Anerkennung gezollt werden muss. Aber eine Rangfolge musste es dennoch geben, und so errangen die Neukirchener den 5. Platz, die Lübkekooger den 4. und die Rodenäser den 3. Platz. Soweit, so gut.

„Joyride“ sorgte für gute Stimmung
„Joyride“ sorgte
für gute Stimmung

Doch die Überraschung des Abends kam mit der Verkündung, dass es keinen zweiten Platz gäbe. Erst ratlose Gesichter, dann große Freude und wildes Gra­tu­lie­ren. Denn Emmelsbüll und Horsbüll hatten tat­säch­lich punkt­gleich ab­ge­schnit­ten und belegten somit beide den 1. Platz. Mit diesem Ausgang hatte wirklich keiner ge­rech­net. Jedoch war es ein höchst salomonisches Ergebnis, hatten doch sowohl der Wehrführer als auch der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit der beiden Wehren gelobt. Nun war es also auch hier amtlich und der Abend konnte mit seinem Partyprogramm beginnen. Dafür sorgten die Bands Joyride und Punchorello im stündlichen Wechsel. Und wie sich jeder denken kann, wurde es eine lange Sommernacht.

Festgottesdienst
Festgottesdienst

Sonntagfrüh weckte abermals die herrliche Sonne und lud zum Kirchgang ein. Ein Loblied, Gott zur Ehr' und, mit den KameradInnen, dem Nächsten allzeit zur Wehr, war der Tenor eines ka­ter­freund­lich­en Gottesdienstes im Fest­zelt, den Herr Pastor Wagner und die Joyful Voices den Besuchern bereitete.

Zum anschließenden Frühschoppen mit Mittagessen fanden sich, erwartungsgemäß, immer mehr Besucher ein, sodass das musikalische Engagement der Blauen Jungs, dem WestWind Orchester sowie den Stedesander Seevagabunden nicht un­ge­wür­digt verhallen musste.

Alles in allem war es ein äußerst gelungenes Ju­bi­läums­wo­chen­en­de geworden, mit sorgsam ausgearbeiteten und umgesetzten Ideen der Gastgeber und einem einladenden Programm. Ganz ohne Krawalle oder sonstige unangenehme Zwischenfälle.

So gebührt ein ganz dickes Lob und ein herzliches Dankeschön der FF Emmelsbüll, insbesondere dem Jubiläumsfestausschuss, und allen Beteiligten, die zum Gelingen dieses friedlichen und großartigen Festes beigetragen haben.

Herzlichen Glückwunsch!

Fotogalerie

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Text und Fotos: PattiArts