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Ausgabe Nr. 43 ...

Wehren unserer Gemeinde überzeugen durch Leistung!

Feuerwehrwettkampf zum 100-Jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Rodenäs

Unter den acht Feuerwehren des ehemaligen Amtes Wiedingharde gehört es zur Tradition, sich bei einem Jubiläum einer Wehr zum Pokalwettkampf der Wehren untereinander zu messen. Am 7. Juni 2014 (Pfingstsamstag) war es dann soweit.
Rechtzeitig trafen nacheinander die Feuerwehrfahrzeuge der teilnehmenden Wehren ein und fuhren auf die große Fenne am Cixbüllhof in Rodenäs. Die Horsbüller Blauröcke spielten dabei über den Außenlautsprecher ihres Fahrzeuges die Titelmelodie der bekannten und beliebten Fernsehserie "Das A-Team". Sie ernteten hierfür einige Lacher und Applaus, versprachen dabei aber nicht zu viel - dazu später mehr.

Um 9:30 Uhr hieß es dann: "Freiwillige Feuerwehren der Wiedingharde und Jugendfeuerwehr der Wiedingharde in Linie zu 3 Gliedern angetreten!" Der Rodenäser Wehrführer Jürgen Köller übergab die angetretene Formation an den stellvertretenden Amtswehrführer Uwe Ingwersen aus Aventoft, der faire, gute sowie verletzungsfreie Wettkämpfe wünschte. Anschließend übernahm wieder Kamerad Köller, der danach das Prozedere erläuterte und die Wettkämpfe startete.

Einfallsreiche und anspruchsvolle Aufgaben

Auf einem rund vier Kilometer langen Rundkurs durch die Gemeinde waren die fünf Wettkampfstationen verteilt. Die Wettkampfgruppen (9 Feuerwehrleute gehören zu einer Löschgruppe) wurden in zwei Richtungen in Marsch gesetzt, um die einzelnen Stationen anzulaufen.

Schlauchzielwurf

Nicht fehlen darf der Schlauchzielwurf. Es galt, einen C-Schlauch möglichst so auszurollen, dass die Kupplung mittig im Zielgebiet ankommt. Hier gab es einige Enttäuschungen, aber auch freudige Überraschungen: "Beim Üben war meine Trefferquote unterirdisch, aber heute beim Wettkampf direkt in die Mitte - wie war das mit dem blinden Huhn und dem Korn?", so der Horsbüller Hauptfeuerwehrmann Markus Kafurke.

Katastrophenschutzübung

In einer Katastrophenschutzübung mussten 20 Sandsäcke auf Zeit nur mit Manneskraft (oder Frauenpower) von einer Palette auf die andere und wieder zurück befördert werden. Die Uhr wurde erst nach Lösung einer kniffligen Rechenaufgabe gestoppt. Rechnen ist gar nicht so leicht, wenn der Kreislauf noch in vollem Gange und man außer Atem ist. Das Ergebnis der Rechenaufgabe war übrigens das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Rodenäs, 1914.

Schnellangriff

Der obligatorische Schnellangriff, vom Befehl "Zum Angriff - VOR!" über Aufbau der Wasserversorgung bis alle drei Strahlrohre Wasser abgeben, war auch eine Station. Anschließend musste der Gruppenführer einer jeden Wettkampfgruppe noch einen Fragebogen mit feuerwehrtechnischen Fragen ausfüllen.

Wasserförderung

Anlass zu Spekulationen gab die Aufgabenstellung "Wasserförderung" auf dem Laufzettel. Hier musste schließlich mittels zweier Suppenkellen Wasser aus einem Behälter über eine Hindernisbahn in einen Eimer befördert werden. Die Akteure hatten 5 Minuten Zeit, gemessen wurde danach die Wassermenge, die sich im Zieleimer befand. Einige Wehren zeigten sich an dieser Station äußerst kreativ. Neben der willkommenen Abkühlung bei den inzwischen recht hohen Temperaturen brachte diese Aufgabe auch allen viel Spaß.

Erste Hilfe

Eine Station wurde von freundlichen und kompetenten Kameradinnen der DRK-Bereitschaft Niebüll betreut. Neben dem Gründer des Deutschen Roten Kreuzes, Henry Dunant, wurde gefragt, welches Jubiläum das DRK in 2013 gefeiert hatte, es waren 50 Jahre mehr als der Anlass des heutigen Wettkampfes.

Nun ging es aber zur Sache. Es wurden Fragen zum richtigen Verhalten bei verschiedenen Einsatzszenarien gestellt, die dann auch in die Tat umgesetzt werden mussten:

  1. Auffinden einer bewusstlosen Person,
    Prüfung der Vitalfunktionen (Puls, Atmung) mit anschließender Stabilen Seitenlage.
  2. Auffinden einer leblosen Person (weder Puls noch Atmung), Erkennen der Situation mit anschließender Herz-Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage und Beatmung).
  3. Anlegen eines fachgerechten Druckverbandes bei einer stark blutenden arteriellen Armverletzung (Pulsaderverletzung).

Nach Absolvierung aller Aufgaben durften sich die teilnehmenden Akteure stärken, bevor es um 17:30 Uhr wieder hieß: "...Angetreten!"

Wehrführer Jürgen Köller verkündete zusammen mit Anton Christiansen in umgekehrter Reihenfolge die Platzierungen.

Auf dem Treppchen landeten...

Den dritten Platz mit 531 Punkten erreichten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Emmelsbüll. Mit nur einem Punkt mehr schaffte es die Gruppe aus unserer Nachbargemeinde Friedrich-Wilhelm Lübke-Koog auf Platz zwei. Als dieses Ergebnis verkündet wurde, gab es für die Horsbüller kein Halten mehr. Sie jubelten, fielen sich in die Arme und warfen vor Freude ihre Mützen in die Luft. Als dann das beeindruckende Ergebnis mit 625 Punkten offiziell verkündet wurde, sangen sie gemeinsam die eingangs erwähnte Titelmelodie des "A-Teams".

Der ehemalige stellv. Amtswehrführer Anton Christiansen erklärte dazu: "Ich weiß auch nicht, wie die Horsbüller das immer machen! Sie haben mir ihr Geheimnis auch bei viel Köm noch nicht verraten..."

Die stellvertretende Bürgermeisterin von Emmelsbüll-Horsbüll, Helga Christiansen, gehörte zu den ersten Gratulanten. Sie zeigte sich stolz und freut sich, in der Gemeinde über gleich zwei so leistungsstarke Feuerwehren zu verfügen.

Die Jugendfeuerwehr der Wiedingharde erhielt einen Sonderpokal sowie eine Medaille für jeden Jugend-Wettkämpfer.

Gelungener Wettkampf und überraschende Aus­zeich­nung für "Feuerwehr-Urgestein" Anton Christiansen

Alle waren sich einig, dass die Rodenäser Wehr ein abwechslungsreiches und tolles Programm für die Wettkämpfe ausgearbeitet hatte. Die Idee mit dem Marsch zwischen den Stationen entzerrte das Ganze und sorgte für kurze Wartezeiten an den Stationen.

Im anschließenden Festakt kam es zu einer überraschenden Ehrung: Kreisbrandmeister Christian Albertsen verlieh dem langjährigen Rodenäser Wehrführer und ehemaligen stellvertr. Amtswehrführer des Amtes Südtondern, Anton Christiansen, das "Schleswig-Holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold". Das ist die höchste Auszeichnung, die Feuerwehrleuten in Schleswig-Holstein verliehen werden kann. Albertsen würdigte den langjährigen und kontinuierlichen Einsatz von Anton Christiansen und stellte heraus, dass auch heute noch gestandene Gruppen- und Wehrführer den Kameraden Christiansen um Rat fragen.

Die anwesenden Gäste, Kameradinnen und Kameraden erhoben sich zur Ehrung, und klatschten lange rhytmischen Beifall, begleitet von "Anton - Anton" - Rufen.

Fotos

Da der Autor dieses Artikels selbst am Wettkampf teilnahm, war es nicht möglich, währenddessen eigene Fotos anzufertigen.
Sobald die Freiwillige Feuerwehr Rodenäs Fotos verschickt hat, werden wir diese selbstverständlich nachreichen.