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Ausgabe Nr. 42 ...

Breitbandversorgung für Emmelsbüll-Horsbüll

Die Breitbandnetz GmbH & Co. KG Breklum (BNG) wurde im September 2010 mit dem Ziel gegründet ein flächendeckendes Glasfasernetz (FTTH = Fiber to the home) in den Gebieten der Ämter Mittleres Nordfriesland und Südtondern zu installieren und zu betreiben.

Aktuelle Informationen für die Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll, erhalten Sie hier:
http://www.breitbandnetzgesellschaft.de/die-initiative/ausbauplan/Emmelsb%C3%BCll-Horsb%C3%BCll

Die BNG bietet allen Bürgern einen kostenfreien Glasfaseranschluss. Voraussetzungen für die Herstellung eines solchen Glasfaseranschlusses sind:

  • Abschluss eines Internet- und Telefon-Vertrages mit dem Service-Provider (derzeit KielNET) im Aktionszeitraum der Vermarktungsphase (diese wird auf der Homepage der BNG bekannt gegeben)
  • Abschluss eines Grundstücksnutzungsvertrages zwischen der BNG und dem Grundstückseigentümer im Aktionszeitraum

Ein Ausbau der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll kann jedoch nur erfolgen, wenn ausreichend viele Verträge geschlossen werden und ein wirtschaftlicher Ausbau möglich ist. Um diese erforderliche Anzahl an Verträgen zu erreichen, ist noch eine Menge Überzeugungsarbeit zu leisten.

Leider sind hier etliche Fehlinformationen im Umlauf, die zusätzlich für Verunsicherung sorgen. Diese Informationsseite soll Ihnen die wichtigsten Fragen beantworten, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können.

Ein wichtiger Hinweis vorab

Beachten Sie bitte, wenn Sie jetzt einen Internetanschluss neu beauftragen, dass Sie mitunter über eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten an den Anbieter gebunden sind. Es könnte also sein, dass Sie dadurch erst wesentlich später an das Breitbandnetz der BNG angeschlossen werden. Bedenken Sie, dass die Altanbieter Sie nicht vorzeitig aus dem Vertrag entlassen werden!

Warum ist das Thema so wichtig?

Das Internet ist aus vielen Haushalten heutzutage nicht mehr wegzudenken. Das ist vergleichbar mit der Versorgung der Haushalte mit Wasser oder Telefon. In Zukunft werden immer mehr Angebote und Dienstleistungen in das Internet verlagert. Zum Beispiel ist es für Unternehmen schon heute verpflichtend, bestimmte Steuererklärungen über das Internet zu übermitteln.

Ferner steigt aufgrund der technologischen Möglichkeiten auch die notwendige Bandbreite, sprich die Geschwindigkeit des Anschlusses. Um beim Beispiel der Wasserversorgung zu bleiben: Je dicker das Rohr, desto mehr Wasser bekomme ich durch. Und genauso verhält es sich im Prinzip mit dem Internet. Nur, dass das "dicke Internetrohr" ein besonders feines Glasfaserkabel ist.

Was habe ich davon?

Na, zum einen kommen Sie in den Genuss modernster Kommunikationstechnik. Nebenbei steigern Sie den Wiederverkaufswert Ihrer Immobilie und im Falle, dass Sie Ferienzimmer oder -wohnungen vermieten, steigert ein Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss die Attraktivität Ihrer Unterkunft.

Denn viele Urlauber, gerade aus Ballungszentren, möchten auch im Urlaub nicht auf schnelles Internet verzichten. Und dann fällt die Entscheidung eher zu Ungunsten eines Vermieters, der im Vergleich zu anderen Vermietern gar keinen oder keinen schnellen Internetanschluss bieten kann.

Ein großer Vorteil bei Glasfasern ist, dass die Leitung selbst nicht altert. Das bedeutet, dass auch mit zunehmendem Alter der Leitungen das Ausfall- und Störrisiko vergleichsweise klein ist.
Die ehemalige Bundespost hat vor 50 Jahren schon mit Glasfaserleitungen gearbeitet, die bis heute zuverlässig Ihren Dienst verrichten und den modernsten Anforderungen trotz ihres Alters gewachsen sind.

Kupferleitungen sind stärker einem Alterungsvorgang unterworfen und haben elektrische Grenzen, die es mit den derzeit in den Haushalten liegenden Anschlüssen nicht ermöglichen, ein zeitgemäß schnelles Internet zu liefern.

Hinzu kommt bei Kupferleitungen, dass mit zunehmender Entfernung von der Vermittlungsstelle bis zum Hausanschluss die Geschwindigkeit abnimmt. Und gerade das ist bei uns auf dem Land das Problem: viele einzelstehende Höfe und Anwesen sind schlicht zu weit von der Vermittlungsstelle entfernt. Glasfaser kennt diese Grenzen nicht!

Wer baut das?

Leider zögern bisher die größeren Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen, in dünn besiedelten Regionen wie unserer, ein adäquates Kommunikationsnetz aufzubauen.

Deswegen hat sich die Breitbandnetz GmbH & Co. KG gegründet, um in unserer Region möglichst ein flächendeckendes Glasfasernetz aufzubauen.

Diese Gesellschaft und der Ausbau wird teils von gewerblichen Investoren (Energieunternehmen, Windparks, Kleinunternehmer), und teils von den Kommunen, also auch der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll, finanziert.

Hier zählt jedoch nicht der kurzfristige Gewinn von irgendwelchen Aktionären, sondern eine langfristige Kapitalanlage sowie die möglichst flächendeckende Versorgung.

Was kann ich damit machen?

Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, den bestehenden Telefon- und Internetanschluss zu ersetzen. Zusätzlich können Sie auch Ihr Fernsehprogramm über Glasfaser empfangen, sie sparen sich dann Ihre herkömmliche Antenne oder die Satellitenschüssel. In Zukunft wird es sicher noch mehr Dienste geben, denn die Glasfaser kennt kaum Kapazitätsgrenzen.

Ich brauche/habe kein Internet, was geht mich das also an?

Selbst wenn Sie derzeit das Internet nicht nutzen, ist es denkbar, dass Sie in Zukunft darauf angewiesen sein könnten.
Immer mehr medizinische Anwendungen werden über das Internet durchgeführt. Sei es ein Langzeit-EKG, ein regelmäßig übermittelter Blutdruck, oder anderes.
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=1-SbaKojyWI
Aber auch die Übermittlung/Abfrage von den Zählerständen Ihrer Verbrauchszähler (Strom, Wasser, Gas, Kalorimeter) wird in absehbarer Zeit über das Internet abgewickelt. In vielen Ballungsräumen gibt es nur noch digitale Verbrauchsabrechnungen.

Gerade der Bildungsbereich setzt immer mehr auf das Internet. Viele Schulen bieten sogar Fernunterricht für lernschwache Schüler über das Internet an. Auch die Verteilung von Hausaufgaben oder die Information über Veränderungen des Stundenplanes und Unterrichtsausfälle findet oftmals wegen der geringeren Kosten per E-Mail oder sozialen Netzwerken wie FaceBook, MeinVZ, o.Ä. statt.
Möchten Sie, dass Ihre Kinder und Enkel hier im wahrsten Sinne des Wortes den Anschluss verpassen?

Mein Fernsehempfang ist doch schon digital!

Sicher, die analoge Übertragung des Fernsehens wurde abgeschaltet und flächendeckend digitalisiert. Aber eine sichere Übertragung ist dadurch noch nicht gewährleistet. Starker Regen, Sturm oder Schnee und Eis können den Empfang empfindlich stören. Während früher das Bild und der Ton kontinuierlich schlechter wurden, reißt heute der Empfang plötzlich ganz ab.
Das Glasfaserkabel liegt im Erdreich und ist so vor derartigen Wetterereignissen geschützt. Daher haben Sie beim Empfang über Glasfaser stets ein glasklares Bild und besten Ton.

Was kostet das?

Vorausgesetzt, in unserer Gemeinde wird die notwendige Anschlussquote für den wirtschaftlichen Betrieb des Glasfasernetzes erreicht, werden sämtliche Kosten für Material und Erdarbeiten von der BNG getragen.
Die KielNET erhebt für die Einrichtung Ihres Anschlusses eine einmalige Gebühr von 99,50 € für einen Einjahresvertrag bzw. 49,50 € für einen Zweijahresvertrag. Dafür stellt Ihnen die KielNET einen kostenfreien Router oder einen Premium-Router für 49,00 € zur Verfügung. Die laufenden Kosten richten sich nach den Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen.
Um Ihnen einen kleinen Überblick zu geben, verweisen wir an dieser Stelle auf die Tarifübersicht des Anbieters KielNET, der voraussichtlich über das zukünftige Netz unser Partner sein wird:
http://kielnet.de/glasfaserprojekte/produkte/

Welche Alternativen gibt es?

Die derzeit einzige Alternative ist die Funkversorgung über LTE. Auch hier haben die großen Anbieter in der letzten Zeit verstärkt die Werbetrommel gerührt.
Vergleichen Sie aber dringend vor einem Vertragsabschluss die Netzabdeckung an Ihrem Standort! Alle LTE-Anbieter haben hierfür auf ihren Internetseiten eine Verfügbarkeitskarte veröffentlicht.
Beachten Sie aber auch hier die Vertragslaufzeit, meist beträgt hier die Mindestvertragslaufzeit 24 Monate. Gegebenenfalls kann es auch dann zu doppelten Kosten kommen, falls Sie an das Breitbandnetz angeschlossen werden, die Mindestvertragslaufzeit aber noch nicht abgelaufen ist.

Wann geht das denn los?

Geplant ist ein flächendeckender Ausbau bis Ende 2020. Leider hängt der Ausbau und Baufortschritt in den einzelnen Gemeinden von mehreren Faktoren ab. So wird zum Beispiel angestrebt, den Ausbau an günstige Möglichkeiten der Leitungsverlegung zu knüpfen.

In unserer Gemeinde ist der Vertriebsbeginn für 2017/2018 angedacht.

Hier ist insbesondere ein enormer Beratungs- und Informationsbedarf vorhanden, um möglichst sicher genügend Bürger zu aktivieren. Schaffen wir das nicht, wird kein einziger Haushalt in der Gemeinde angeschlossen! Es erfordert also eine gehörige Portion Solidarität, damit die Verweigerungshaltung einiger nicht einen Nachteil für die komplette Gemeinde nach sich zieht...

Wer kann mir denn meine Fragen beantworten?

Bitte wenden Sie sich an eine(n) Gemeindevertreter(in) Ihres Vertrauens. Die Gemeindevertreterversammlungen sind öffentlich und bieten Ihnen im Rahmen der so genannten "Bürgerfragestunden" die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen.