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Einsatzübung an der Stöpe

Die Stöpe - Retter in der zweiten Reihe

Wer in einem potentiell sturmflutgefährdeten Gebiet wohnt, weiß um dieses Bauwerk: Die Stöpe.

Ein verschließbarer Durchlass für einen Verkehrsweg, der in der Regel in der zweiten Deichlinie oder in Gebieten mit selten auftretenden Hochwassern gebaut wird und der deswegen länger offen bleiben kann. Bei Bedarf wird die Deichschart, wie es im Fachjargon heißt, mit zwei Reihen von Holz-Bohlen und Sandsäcken dazwischen und davor geschlossen. Statt Sandsäcken wird auch manchmal Klei oder Mist eingefüllt. Das Verschließen wird von den Feuerwehren regelmäßig geübt.

So geschah es denn auch am Samstag, 24. Oktober 2009. Die Freiwillige Feuerwehr Horsbüll probte bei kühlem Ostwind und Nieselregen den Ernstfall und machte die Stöpe zum Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog dicht:

Der stellvertretende Wehrführer Klaus Peter Petersen instruierte seine Truppe und machte auf die Gefahren aufmerksam. Auf dem feuchten Gras zu den Materialhütten oben auf dem Deich zu gelangen, war dabei schon die Erste. Beim Aufstellen der schweren Metallstreben war nicht weniger Vorsicht geboten als beim Herablassen und Heraufziehen der nicht minder schweren Balken für den Verschluss. Bei letzterem war die Personensicherung durch Seile Voraussetzung. Bei all der Koordination und der schweren körperlichen Arbeit, musste natürlich auch die Ruhe bewahrt werden, wenn im Ernstfall mal wichtige Einzelteile fehlen.

 

Um die Aktualität der Methode und die Zustände vor Ort beurteilen und ggf. verbessern zu können, waren neben dem Bürgermeister Günther Carstensen der Kreiswehrführer/Kreisbrandmeister Christian Albertsen, Löschmeister Jürgen Kalweit von der Feuerwehrunfallkasse Nord sowie Bauamtsrat Gerhard Arfsten von der Straßenmeisterei Leck dazu gekommen. Auch Abordnungen der Nachbarwehren des Amtes Südtondern zeigten Interesse an dieser Übung.

Abgeriegelt durch zwei nette Herren von der Straßenmeisterei Leck war der Handlungsbereich für die Männer von der Feuerwehr frei.

Zum Glück war Petrus dann doch gnädig und so konnte bei verhältnismäßig ruhigem Wetter die Übung ohne Verletzungen zu Ende gebracht werden. Das soll jedoch die Leistung der Männer nicht schmälern, im Gegenteil. Bei Sturm und Flut muss jeder Handgriff sitzen - auch wenn oder gerade weil es (nur) die zweite Deichlinie ist...